Wenn Klaus Kronawitter Dart spielt, ist es weniger entspannende Freizeitbeschäftigung als harter Wettkampfsport. Seine Niederlassung und sein Einsatzbetrieb Jungheinrich unterstützten ihn dabei.
"Ein Start bei der Weltmeisterschaft, das ist mein Traum", bestätigt Klaus Kronawitter.
Der gelernte Holzfacharbeiter und Kfz-Mechaniker aus dem bayerischen Wang (etwa auf halber
Strecke zwischen Freising und Landshut) entdeckte Dart vor 14 Jahren.
Anfangs spielte er zum
Spaß in Kneipen, dann gründete er mit anderen Spielern einen Verein.
Seit Dart sich auch in Deutschland als Wettkampfsport durchsetzt, ist Kronawitter, der für Randstad beim Gabelstaplerhersteller Jungheinrich in Moosburg im Einsatz ist, ständig auf Turnieren unterwegs. Mit Erfolg: Bei der deutschen Meisterschaft belegte der 45-Jährige zweimal den vierten Platz. Diese Erfolge veranlassten die Randstad-Niederlassung München-Airport und das Inhouse Service-Projekt bei Jungheinrich, Klaus Kronawitter zu sponsern: Sie zahlen Startgebühren, Fahrt- und Übernachtungskosten bei bestimmten Turnieren, dafür tritt er mit dem Randstad-Schriftzug auf.
"Für Dart braucht man hohe Konzentration, das macht für mich den Reiz aus", so Kronawitter. In den Erfolg investiert er viel Zeit: "Vor Turnieren täglich zwei bis sechs Stunden Training, am Wochenende auch mal zwölf Stunden hintereinander, das ist schon drin", sagt er. "Ich bin eigentlich kein echtes Talent, ich muss mir viel durch Übung erarbeiten." Diese Ausdauer zahlt sich aus: Im Guinness-Buch hält Kronawitter zwei mal zehn Stunden den Weltrekord im Dart-Marathon.
Seinem WM-Traum war er schon mal recht nahe: Im vergangenen November fand in Geiselwind ein großes Dart Turnier statt, wobei dem Sieger eine Startberechtigung für die WM winkte. Kronawitter machte sich Hoffungen, denn er hatte dabei schon mal den 9. Platz belegt. Doch diesmal reichte es nur zu Platz 33. "Ich habe gleich im zweiten Spiel gegen einen Nationalspieler verloren, und danach war der Wurm drin. Aber die hochkarätigen Spieler sind halt das Besondere an diesem Turnier."
Anwesend war auch die britische Dart-Legende Phil Taylor (genannt "The Power"). "Ein spiel gegen ihn, das wäre schon klasse", schwärmt Klaus Kronawitter. Bisher hat es noch nicht ganz gereicht. "Aber", sagt er unverdrossen, "ich gebe nicht auf."